Das Brandenburger Tor kennt jeder, denn es ist DAS Wahrzeichen Berlins. Das Tor steht am westlichen Ende der Straße Unter den Linden, weniger als zehn Gehminuten vom Potsdamer Platz entfernt.
Das Tor wurde zwischen 1788 und 1791 durch den preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. errichtet. Der Architekt Carl Gotthard Langhans ließ sich vom Propyläen-Tempel in Athen inspirieren — das sieht man noch heute, in den zwölf Säulen, die das Bauwerk tragen. Oben thront die Quadriga: eine Siegesgöttin auf einem Viergespann, die Richtung Osten in die Stadtmitte blickt.
Gebaut als Stadttor, wurde es schnell zum Symbol. Napoleon ließ die Quadriga 1806 nach Paris schaffen. Acht Jahre später kam sie zurück. Zwischen 1961 und 1989 war es von keiner Seite aus zugänglich. Die Berliner Mauer lief direkt davor vorbei, und das Tor verschwand in einem Niemandsland aus Beton und Stacheldraht. Ost-Berlin lag auf der einen Seite, West-Berlin auf der anderen und das Brandenburger Tor gehörte zu keinem von beiden.
Am 9. November 1989 fiel die Mauer. Wenige Wochen später, am 22. Dezember, öffnete Bundeskanzler Helmut Kohl das Tor feierlich. Hunderttausende Menschen standen auf dem Platz.
Heute ist es das meistbesuchte Wahrzeichen Deutschlands. Auf dem Pariser Platz davor drängen sich täglich Touristinnen und Touristen, Selfie-Stangen ragen in die Höhe, und an Silvester tanzen hier bis zu einer Million Menschen ins neue Jahr. Das Tor hat das alles überlebt: Kriege, Teilung, Wiedervereinigung, Massentourismus.
Foto Credit: Femi Oyekoya via unsplash

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